ESG & Real Estate Financial Performance – Wie Nachhaltigkeit, Klimarisiken und Co. auf finanzielle Kennzahlen einwirken

Credit Points für DVFA Mitglieder: 3 Credit Points Präsenz, 1 Credit Point Online.

Keynotes

Dr. Tobias Horn

Dr. Tobias Horn
Head of Portfolio Management & Strategy, Deutsche Bank AG

Kristina Jeromin

Kristina Jeromin
Geschäftsführerin, Green and Sustainable Finance Cluster Germany

Tina Paillet FRICS

Tina Paillet FRICS
Co-Founder of Circotr@de, RICS Senior Vice President

Prof. Dr. Jens Südekum

Prof. Dr. Jens Südekum
Professor of International Economics, Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Sprecher und Panelisten

Hintergrund

Nachhaltigkeit ist den Kinderschuhen entwachsen und heißt nun ESG (Environmental Social Governance). Während vor nicht allzu langer Zeit noch einige wenige Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte auf freiwilliger Basis erstellten, rangiert das Thema ESG heutzutage unter den Top-3-Prioritäten der Vorstandsetagen. Nachhaltigkeit, Klimarisiken und Co. sind im Kerngeschäft angekommen und beeinflussen in zunehmendem Maße die finanzielle Performance von Immobilienunternehmen. Klar ist, dass rein qualitative Feststellungen und bunte Bilder nicht mehr ausreichen. Steigende Anforderungen der freiwilligen Brancheninitiativen, stetig ambitioniertere Regulierung und sich allgemein wandelnde Markterwartungen sind zentrale Treiber für mehr Klimaschutz sowie -anpassung. Sie führen dazu, dass Investoren vermehrt Klimarisiken proaktiv in ihre Investmentprozesse und das Risikomanagement einbeziehen.

Belastbare Kennzahlen und KPIs sind hierbei notwendig, um den strategischen Kompass auszurich-ten und Werte zu erhalten bzw. neue USPs aufzubauen. Genau an dieser Stelle bestehen jedoch für die Immobilienbranche weiterhin Übersetzungsprobleme. Strategische Implikationen von Klimaveränderungen werden noch zu stark aus dem „hier und jetzt“ und zu zögerlich aus den Perspektiven des Zielbildes im Jahr 2050 abgleitet. Auch erfolgt die Bepreisung von Chancen und Risiken noch auf unwegsamem Terrain: Wie genau wirken (künftige) Vermietungs- und Vermarktungsverbote, was bedeuten verbindliche Renovierungsfahrpläne, Taxonomie und Co. für die finanzielle Performance der Assets? Welche Relevanz hat der CO2-Preis, wie wird dieser definiert und wie könnte er sich entwickeln? Genau diesen Fragen gingen wir im diesjährigen DVFA Immobilien Forum auf den Grund. Während in Jahren mit massiven Nachfrageüberhängen und günstiger Energie praktisch jede Immobilie verkauft werden konnte, dreht sich nun das Blatt. In der Due Diligence wird verstärkt die Einpreisung von Nachhaltigkeitsaspekten vorgenommen und das Damoklesschwert der sog. „Stranded Assets“ macht die Runde. Nachhaltige Anlagen stehen hoch im Kurs potenzieller Käufer und wissenschaftliche Studien belegen schon länger bessere „Financial-Performance“-Eigenschaften von Anlagen mit positiven ESG-Eigenschaften. Top-Experten erläutern auf der Konferenz wie die Wirkungsketten zwischen ESG-Kriterien und monetären Immobilienwerten sich darstellen und welche künftigen Entwicklungen sich abzeichnen. Darüber hinaus gingen die Vortragenden darauf ein, wie relevanten Kennzahlen kontinuierlich softwarebasiert erhoben werden können sowie in die allgemeine Controlling-Landschaft des Unternehmens integriert werden sollten. Die Diskussion muss dabei differenziert geführt werden: neben Asset-, Portfolio- und Unternehmensebene ist ebenso eine Unterscheidung in Debt- und Equity-Märkte notwendig. Bei Finanzierungen zeichnet sich bereits ab, dass nachhaltigere Immobilien auch bessere Konditionen erhalten. Ein Klimastresstest der EZB kam hingegen kürzlich zu dem Ergebnis, dass sich die Kreditinstitute noch viel stärker als bisher auf die finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels vorbreiten müssen. Auf Grundlage von Impulsen der Fachleute diskutieren führende Branchenvertreter in Paneldiskussionen ihre Wahrnehmung von Relevanz und möglichen Lösungsansätzen zu diesen Themen.

Neben den „ESG“ stellt das sich dynamisch wandelnde makroökonomische Umfeld im Jahr 2022 die Märkte vor große Herausforderungen. Zunehmende Stabilitätsrisiken stellen die Zentralbanken vermehrt vor den Trade-off zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturunterstützung – fraglich ist auch hier, ob der Übergang zur klimaneutralen Wirtschaft ggf. durch die kurzfristigen makroökonomischen Herausforderungen ins Stocken gerät. Inflation, Zinsanstieg, Lieferengpasse, explodierende Baukosten, allgemein anziehende Finanzierungskonditionen und der Ukrainekrieg haben die Immobilienmärkte rasant verändert. Hierzu werden wir in „gewohnter“ Tiefe mit zwei exzellenten volkswirtschaftlichen Vorträgen den Blick über den Tellerrand vornehmen und darauf aufbauend eine fundierte Analyse der europäischen und deutschen Immobilienmärkte erhalten.

Erfahren Sie von führenden Experten der Green-Transformation und Top-Keynote-Speakern deren Sichtweise in Bezug auf diese brandaktuellen Themen. Renommierte Immobilienmarktteilnehmer, Ökonomen, Investmentbanker, ESG-Experten kommen zu Wort. Neben Vorträgen diskutieren Top-Entscheider in Paneldiskussionen ihre Einschätzungen in Bezug auf die vorgenannten Entwicklungen.

Vor diesem Hintergrund widmeten sich auf dem 17. DVFA Immobilien Forum renommierte Referenten und führende Wirtschaftsvertreter den skizzierten Themenblöcken.

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